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GTÜ-Prüfungen

Hauptuntersuchung: Was wird wirklich geprüft?

28. April 2025 · 4 Min. Lesezeit

Die Hauptuntersuchung ist weit mehr als ein bürokratischer Pflichtstempel. Der GTÜ-Prüfer kontrolliert systematisch alle sicherheitsrelevanten Baugruppen Ihres Fahrzeugs – und das ist gut so. Wir erklären, was dabei wirklich geprüft wird.

Die wichtigsten Prüfbereiche der HU

Bei der Hauptuntersuchung prüft der Sachverständige das Fahrzeug nach einem festgelegten Katalog. Diese Bereiche stehen im Mittelpunkt:

  • Bremsanlage: Bremswirkung und -gleichmäßigkeit an allen Achsen, Bremsleitungen, Handbremse, ABS-Funktion
  • Lenkung: Lenkungsspiel, Spurstangen, Lenkgelenke, Servolenkung auf Dichtheit
  • Beleuchtung: Scheinwerfer (Einstellung und Lichtstärke), Blinker, Bremslichter, Rückfahrscheinwerfer, Kennzeichenbeleuchtung
  • Reifen & Räder: Profiltiefe (Mindestanforderung: 1,6 mm), Reifenzustand, Alterungsrisse, korrekte Reifengröße, Felgenzustand
  • Karosserie & Fahrgestell: Durchrostungen am Rahmen oder tragenden Teilen, Zustand der Bodengruppe, sicherheitsrelevante Schweißnähte
  • Motor & Abgase (AU): Abgasuntersuchung nach aktuellem Standard, Dichtheit des Motors, Ölverlust
  • Fahrzeugidentifikation: Übereinstimmung von Fahrzeugdaten mit Zulassungsdokumenten, Sichtprüfung der FIN
  • Sicherheitssysteme: Funktionskontrolle Airbag-Warnleuchte, Gurtstatus, Alarmanlage sofern vorhanden
  • Sichtfeld & Scheiben: Windschutzscheibe auf Risse und Beschädigungen, Scheibenwischer, Spiegel
  • Fahrwerk & Achsen: Stoßdämpfer, Querlenker, Achsgeometrie, Lagerung
Gut zu wissen

Seit 2010 umfasst die HU auch eine OBD-Abfrage (On-Board-Diagnose) — der Prüfer liest gespeicherte Fehlercodes direkt aus dem Steuergerät aus. Eine leuchtende Motorkontrollleuchte kann also zur Ablehnung führen, auch wenn das Fahrzeug fahrbereit wirkt.


Die vier Mängelkategorien

Nicht jeder Mangel führt direkt zum Bestehen oder Nichtbestehen. Die GTÜ unterscheidet vier Kategorien:

Geringfügige Mängel

Kleine Defekte ohne unmittelbare Gefahr. Plakette wird vergeben. Reparatur empfohlen, aber keine Frist gesetzt.

Erhebliche Mängel

Sicherheitsrelevante Mängel. Plakette wird vergeben. Reparatur muss innerhalb eines Monats nachgewiesen werden.

Gefährliche Mängel

Erhebliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit. Keine Plakette. Reparatur und Wiedervorführung erforderlich.

Verkehrsunsicher

Unmittelbare Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Das Fahrzeug darf nicht mehr gefahren werden – auch nicht zur Werkstatt.


So bereiten Sie sich optimal vor

Wer einige Minuten in die Vorbereitung investiert, spart sich eine teure Wiedervorführung. Diese Punkte können Sie selbst prüfen:

  • Alle Lichter testen: Scheinwerfer, Blinker, Bremslichter, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchte — am besten mit einer zweiten Person
  • Reifenprofiltiefe messen: Min. 1,6 mm auf der gesamten Lauffläche — ein Münztest mit einem 1-Cent-Stück zeigt grob den Zustand
  • Ölstand und Kühlwasserstand prüfen: Sichtbarer Ölverlust führt zur Beanstandung
  • Warnleuchten im Cockpit prüfen: Keine Kontrollleuchten sollten dauerhaft leuchten
  • Scheibenwischer testen: Saubere Wischspur ohne Streifen, kein Quietschen
  • Unterlagen bereithalten: Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) immer mitbringen
Beim KPZ: entspannte HU ohne Überraschungen

Als GTÜ-zugelassene Prüfstelle führen wir die Hauptuntersuchung direkt vor Ort durch — ohne lange Wartezeiten. Bei Fragen zum Ergebnis stehen Ihnen unsere Sachverständigen persönlich Rede und Antwort.


Fazit

Die HU schützt alle Verkehrsteilnehmer – und Sie vor teuren Folgekosten durch Unfälle oder Pannen. Wer sich gut vorbereitet und eine kompetente Prüfstelle wählt, erlebt die Hauptuntersuchung als unkomplizierte Routine.

Das KPZ in Gundersheim ist GTÜ-zugelassene amtliche Prüfstelle für Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin – schnell, direkt, persönlich.

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